Ich bin große Liebhaberin von Tools und Ritualen geworden, die teilweise Jahrhunderte alt sind, denn sie unterstützen mich mein Leben aktiv und selbstbestimmt zu gestalten. Letztendlich auch dieser Blog ist auch ein Ergebnis meines letzten Rauhnachtszyklus. Ich kann gar nicht in Worte fassen wie magisch es ist, wenn man seine Aufzeichnungen rausholt und merkt, dass die aufgeschriebene Vision anfängt zu leben, Gedanken und Pläne Wirklichkeit werden. Nun aber zu den Rauhnächten.

Rauhnächte als Katalysator für Träume und Wünsche nutzen

Die Rauhnächte sind die 12 Tage und 13 Nächte zwischen Weihnachten und den Heiligen 3 Königen, die eine ganz besondere Energie tragen, uns dadurch das Tor zum Universum öffnen und damit eine gute Möglichkeit bieten uns vom Alten zu lösen, zu Erden, Stärken und neu auszurichten.

Ursprung von den Kelten

Der genaue Ursprung der Rauhnächte lässt sich nicht genau ermitteln. Man vermutet, dass sie auf den germanischen Mondkalender zurück gehen, dessen Jahr zwölf Mondmonate und 354 Tage hatte. Die im Vergleich im Sonnenkalender fehlenden elf Tage bzw. zwölf Nächte wurden somit als Tage außerhalb der Zeit angesehen. Um die Differenz auszugleichen führten die Kelten 11 Schalttage und 12 Nächte ein, die die Gesetze der Natur außer Kraft setzen und uns eine „andere Welt“ zugänglich machen.

Neues Jahr aktiv gestalten

Die zwölf Rauhnächte stehen symbolisch für die zwölf Monate des neuen Jahres und  sagen die Ereignisse im zugeordneten Monat vorher. Sie eignen sich um intensiv eine Schau nach innen zu betreiben, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und sich auf das neue Jahr aus zu richten. Der Blick in die Zukunft und das in Kontakt treten mit dem Universum ermöglicht dir, das kommende Jahr aktiv mitzugestalten und positiv zu beeinflussen.

Zeit der Rauhnächte

Sie beginnen in der Nacht vom 24. auf 25. Dezember und enden in der Nacht vom 5. Januar auf den 6. Januar.

  • Zur Orientierung eine kleine Übersicht der Rauhnächte:
    • 1. Rauhnacht – 24. Dezember auf 25. Dezember: Januar
    • 2. Rauhnacht -25. Dezember auf 26. Dezember: Februar
    • 3. Rauhnacht -26. Dezember auf 27. Dezember März
    • 4. Rauhnacht -27.Dezember auf 28. Dezember: April
    • 5. Rauhnacht -28.Dezember auf 29. Dezember: Mai
    • 6. Rauhnacht -29.Dezember auf 30. Dezember: Juni
    • 7. Rauhnacht -30.Dezember auf 31. Dezember: Juli
    • 8. Rauhnacht -31. Dezember auf 1. Januar: August
    • 9. Rauhnacht -01.Januar auf 02. Januar: September.
    • 10. Rauhnacht -02. Januar auf 03. Januar: Oktober
    • 11. Rauhnacht -03.Januar auf 04. Januar: November
    • 12. Rauhnacht -04.Januar auf 05. Januar: Dezember
    • 13. Rauhnacht -05.Januar auf 06. Januar: Abschluss, Integration & Verankerung

Da es bei den Rauhnächten um das Fundament für etwas Neues geht ist es wichtig das Alte abzuschließen. Kläre offene Angelegenheiten, bezahle ausstehende Rechnungen, gleiche Schulden aus und räume auf.

Die Vorbereitung auf die Rauhnächte findet zur Wintersonnenwende am 21. Dezember statt. Dies ist die längste Nacht des Jahres und die Wiedergeburt des Lichts. Nutze diese Zeit um das Jahr Revue passieren zu lassen. Dazu schreibst du z.B. auf einen losen Zettel alles auf, was du los lassen möchtest und verbrennst ihn. Danach gönnst du dir eine Meditation, die dich wieder auffüllt und breit macht deine Wünsche zu fühlen. Hierfür legst du dir 13 Notizzettel parat, sodass du nach der Meditation ohne groß nachzudenken deine 13 Wünsche von der Seele schreiben kannst. Diese faltest du schön, packst sie in ein Säckchen oder eine kleine Dose und verbrennst zu jeder Rauhnacht ein blind gezogenes Zettelchen. Damit übergibst du deine Wünsche an das Universum. Der Zettel, der am 6. Januar übrig bleibt, ist der Wunsch, um den du dich im neuen Jahr selber kümmern darfst.

Rauhnächte für sich nutzen

Das Universum kommuniziert mit uns häufig über unsere Träume, Lieder, Musik, in der Meditation, beim Karten ziehen oder durch Gedankenblitze. Deswegen lohnt es sich in dieser Zeit ein kleines Tagebuch zu führen und sich jeden Tag zu dem entsprechenden Monat zu notieren was man geträumt, gefühlt, gedacht, gesehen, gehört, gezogen hat, auch wenn es einem im ersten Moment banal, unwichtig oder unpassend erscheint. Es fühlt sich an wie Magie, wenn man in dem jeweiligen Monat dann seine Notizen zu Neumond rausholt und die Aufzeichnungen für sich neu deutet.

Am 6. Januar schließen die feinstofflichen Tore wieder. Nutze diesen Tag um die Rauhnächte anhand deiner Aufzeichnungen Revue passieren zu lassen. Gibt es ein Thema, dass sich bereits herauskristallisiert und auf das du dich in den kommenden Monaten mehr fokussieren möchtest?